Hitzewelle


Oh, man, ist mir heiß. Ja, ja, ich wollte unbedingt spazieren gehen, aber, Frauchen, konnstet du nicht “nein” sagen?

Mir ist sooo heiß!

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Ah, danke für das kühlende Tuch. Jetzt geht es mir besser.

Schleppt die mich doch schon wieder mit,

ist-das-heiay

aber sie hat wenigstens das Tuch auch mitgenommen.

Text und Foto: Monika Paulsen

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Haustiere nicht erlaubt


Jan Hindrik öffnete die Wohnungstür, bückte sich nach der Brötchentüte und hörte noch Adele, wie sie Freddie einige Fleischbrocken zu warf, da krachte auch schon die Tür ins Schloss. Überrascht drehte er sich um. Seine Hände fuhren über die Hüften, wo normalerweise seine Hosentaschen saßen. Es gab keine, nicht einmal eine Hose. Er stand im Adamskostüm und ihm wurde die Tragweite bewusst. Vorsichtig klopfte er an die Tür.

Nur jetzt nicht die Nachbarn auf mich aufmerksam machen, dachte er.

„Adele, mach auf“, raunte er und klopfte energischer.

In der Wohnung blieb es still, aber hinter ihm räusperte sich Jemand. Schande, schoss es Jan Hindrik durch den Kopf. Mit der Tüte sich spärlich bedeckend, drehte es sich um, presste den nackten Hintern an die kalte Wand und sah sich dem neugierigen Hausmeister gegenüber.

„Kann ich helfen?“

„Nein.“

Schlüssel vergessen?“

„Nein.“

„Ich kann Ihnen öffnen“, der Hausmeister zog seinen Generalschlüssel aus dem Kittel, den er offensichtlich Tag und Nacht trug und lächelte spöttisch.

„Nein, nein, meine Frau ist da…“

„Ihre Frau? Ich wusste gar nicht, dass Sie verheiratet sind.“

„Doch, doch.“

„Und ich soll Ihnen wirklich nicht aufschließen?“

„Ich glaube es hat bei Ihnen geklingelt.“

„Macht nichts, meine Tochter ist zu Besuch, die macht schon auf“, auf gar keinen Fall wollte der Hauswart gehen.

Man, wie werde ich den Kerl bloß wieder los, außerdem wird mir kalt, dachte Jan Hindrik. Hinter seiner Wohnungstür hörte er ein leichtes Schaben und hoffte, es sei Adele.

„Ich glaube, ihre Tochter ruft“, lenkte Jan Hindrik ab und klopfte vorsichtig mit den Knöcheln an die Tür.

Adele wird nicht aufmachen, solange der Kerl hier herumlungert, mutmaßte der Nackedei. Nicht auszudenken, wenn er sah was sich in der Wohnung befand. In der Hausordnung stand: “Tiere halten verboten“, doch der Mieter hatte das Wohnzimmer in ein riesiges Terrarium verwandelt mit Sand, Steinen und einigen Waranen.

Er hörte wie in einer der unteren Wohnungen ein Telefon klingelte.

„Papa, Telefon.“

Gut, Adele, lock ihn weg, dachte der Unglücksrabe.

Der Hausmeister ging widerstrebend nach unten und Adele öffnete endlich die Tür. Sie zog Jan Hindrik an der Hand ins Schlafzimmer und schubste ihn kichernd aufs Bett.

Text: Monika Paulsen

Trelleborg


Sommerzeit ist Urlaubszeit.

Viele habe ihre Koffer gepackt und brechen in Richtung Skandinavien auf.  Für alle, die in der Zeit zwischen 17. Juli und 25. Juli 2010 in Dänemark verweilen, hier ein Ausflugstipp:

http://www.visitdenmark.us/tyskland/de-de/menu/turist/guide/begivenheder/produktside/gdk006117/trelleborg-wikingermarkt.htm?wbc_purpose=Basic&CallerUrl=1

Text:  Monika Paulsen

Kinder, wie die Zeit vergeht


Es kommt mir vor, als sei es gestern, als  ich meine Nichten zur Einschulung in die Vorschule begleitete.
Die Nichten, ja ja, Zwillinge wie sie im Buche stehen, zu jedem Schabernack bereit. Auf die Frage der künftigen Lehrerin, ob sie ihr denn auch helfen sie auseinander zuhalten, sahen sich die beiden  nur verschmitzt an. Sie würden nicht helfen.
Die Vorschule gibt es nicht mehr, aber das Gebäude steht noch. Die Mädchen beendeten ihre Schulzeit in dem Zimmer, in dem sie anfingen.
Vor ein paar Tagen war Schulentlassung. Die Zeugnisübergabe fand in der reformierten Kirche statt, weil die Schulfesträume renoviert werden. Die Atmosphäre war stimmungsvoller, als in der nüchtern gehaltenen  Schulaula. Aus den quirligen Kindern von damals sind elegante junge Leute geworden.
Meine Nichten haben sich zu anmutige junge Damen entwickelt. In ihrer Abendgarderobe und zurechtgemacht, musste ich zweimal hinsehen um sie zu erkennen.

Viel Glück für die Zukunft Mädels.

Text: Monika Paulsen

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