Kirschkerne


Das zweite Buch der Schreibwerkstatt Wortgewand/t Nordhorn e.V. ist raus. Morgen um 11:00 Uhr wird es der Öffentlichkeit bei einer Adventsleseung im Bon Cafe in Nordhorn vorgestellt.

Kirschkerne

ISBN 978-3-9814894-4-6

Erhältlich bei:

„die Buchhändlerin“ in Neuenhaus und Wietmarschen

Buchhandlung Oortmann in Neuenhaus

Buchhandlung Mine in Uelsen

Buchhandlung Hannes Laden in Emlichheim

Text und Foto: Monika Paulsen

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Literaturwegen II


Nun ist es s0 weit. Seit dem 23. November 2012 ist der zweite Band von Literaturwegen auf dem Markt. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Samtgemeinde Uelsen und Tubbergen (NL).

Auf deutscher Seite ist das Buch bei der Volksbank, Mine und dem VVV zu bekommen.

Und so sieht der Cover aus …. man möge mir den Sekt verzeihen, ich habe das Werk gebührend begossen.

Hier eine Leseprobe meiner Geschichte:

Das Geheimnis der Itterquelle

Wütend schmiss der Junge den Telefonhörer auf die Station.

Aus dem Küchenschrank holte er eine Plastikdose und ging zum Schuppen. Vor ein paar Tagen hatte Gerrit schon einen Kescher aus den Strumpfhosen seiner Mutter gebastelt und hinter den Gartengeräten versteckt. Als er das einfache Fanggerät hervor zerrte, riss er einen Karton um und entdeckte den geheimen Schnapsvorrat seines Vater. Eine Flasche Korn kippte um, rollte von Regal und zerbarst vor seinen Füßen. Augenblicklich verbreitete sich der scharfe Geruch von Alkohol und stach ihm in die Nase. Mit dem Fuß schob er die Scherben zusammen und deckte alles mit einem alten löchrigen Kartoffelsack zu.

Die rostige Fahrradkette knarzte bei jeder Umdrehung und Gerrit trat während der Fahrt immer wieder mit dem Fuß ans Kettenblech, damit das Schleifen aufhörte.

„Die scheiß Karre vom Sperrmüll war auch nicht viel besser als die alte“, murmelte er vor sich hin. Aber wenigstens war der Rahmen höher, so dass er nicht mehr mit den Knien lenken musste. Als Gerrit die Mühlenstraße entlang strampelte, dachte er über Hermann nach. Die Sonne brannte ihm auf den Nacken, doch das war ihm egal. Er kochte schier vor Wut und steigerte sich immer weiter hinein. Die Beiden wollten heute an der Itterquelle Kaulquappen fangen und nun kam sein Freund nicht, weil ihm Gerrits Fahrrad zu langsam war. Aber wenn Hermann in Mathe abschreiben wollte, weil er wieder nicht geübt hatte, dann war Gerrit gut genug. Idiot, blöder, der würde sich noch wundern.

Gerrit warf das Rad an einen Baum und stapfte mit seinen Gerätschaften zum Holzsteg. An der Pumpe wollte er Wasser holen, weil der Boden weiter hinten zu morastig war und nachgab. Deswegen hatte er einen langen Stiel an den Kescher gemacht. Nach zweimaligem pumpen flossen die erste Tropfen die Rinne entlang, wurden schnell zum Rinnsal und füllten den Becher. Da entdeckte er etwas. Was war das? Da glitzerte es doch. Kaltes Wasser rann ihm über die Hand und er zog sie abrupt weg. Suchend sah der Junge sich nach einem Werkzeug um. Gerrit angelte sich einen abgeknickten Ast heran und fischte mit dem Stöckchen nach dem Gegenstand. Dabei wäre er fast kopfüber in den Bach gefallen. Zweimal flutschte das Ding wieder runter und die Bewegungsringe nahmen ihm die Sicht. Gerrit sah nichts mehr und musste warten, bis das Wasser wieder klar war. Endlich hielt er seine Entdeckung in der Hand. Es war ein schmales goldfarbenes Armband mit einem herzförmigen Anhänger, der wohl im Wasser geglitzert haben musste. Auf der einen Seite war etwas eingraviert. ‚Für Jutta in Liebe Rudolf‘, las er.

Langsam ließ Gerrit sich das schmale Gliederband durch die Finger gleiten. Die Kaulquappen waren erst mal vergessen. Er setzte sich auf eine Bank, starrte über das kleine Ittertal und überlegte sich, was er mit dem Erlös alles kaufen konnte. Jetzt war er froh, dass Hermann nicht mitkommen wollte. Morgen würde Gerrit nach der Schule zu Jan gehen, der trotz seines Slogan, sein altes Rad nicht wieder flott bekam, und sich informieren, was es neues auf dem Fahrradmarkt gab. Den Fund steckte er tief in die Hosentasche und machte sich auf den Heimweg.

Wie es weiter geht, kann man im Buch nachlesen.

Text und Foto: Monika Paulsen

Frisch auf dem Büchermarkt


Aufgeblüht

30 Geschichten und Gedichte zur Frühlingszeit.

Erhältlich bei:

www.freunscht-media.de

Hier eine Lesprobe aus meiner Geschichte:

Die Osternacht

Die Hochzeit von Balduin und Marie lag nun ein Jahr zurück. Goldlock, Balduins Vater, war wenig erfreut über diese Verbindung, jedoch wurde dadurch endlich der jahrhundertealte Fluch gebrochen. Das war das einzig Erfreuliche an der Sache, wie er zu sagen pflegte, dennoch brodelte es im Inneren des Grafen. Eine Bürgerliche, hier auf seiner Burg, an seiner Tafel, dieser Gedanke war ihm einfach unerträglich. Er nutzte jede Gelegenheit, Marie zu drangsalieren.

Marie hingegen ignorierte seine Seitenhiebe und bemühte sich, mit der Etikette zurechtzukommen. Sie liebte Balduin über alles und konnte es immer noch nicht fassen, dass er sie ebenso begehrte. Jedes Mädchen träumte von einem Ritter in strahlender Rüstung, aber nur sie alleine hatte Glück.

In der Burg gab es einen Bereich, den sie unter gar keinen Umständen betreten durfte. Doch die Neugier brannte ihr auf den Nägeln. Wie zufällig führten ihre Schritte sie immer wieder in den Flügel, der durch eine Wache gesichert war.

Balduin?“, fragte Marie eines Tages beiläufig und spießte ein Stück Gänsebraten auf.

Ja, Liebes.“

Weißt du, wieso im Westflügel Wachen aufgestellt sind?“

Wieso?“, Balduin sah überrascht von seinem Teller auf. Heute speisten sie ohne Goldlock.

Ach, nur so. Ich bin heute durch die Burg geschlendert und auf Wachen gestoßen.“ Marie bemühte sich, möglichst beiläufig zu klingen.

Im Westflügel?“, er nahm einen großen Schluck Burgunder, wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und rülpste herzhaft. „Was wolltest du denn da?“ Balduin rutschte auf seinem Stuhl hin und her. Dabei verrutschte sein Beinkleid. Insgeheim hatte er schon viel früher mit dieser Frage gerechnet. Nervös fingerte er nach den Nestelbändern seiner Beinlinge und knüpfte sie wieder zusammen.

Draußen im Flur polterte es und eine herrische Stimme war zu vernehmen.

Beiseite du Wicht! Ich muss unverzüglich mit Graf Goldlock sprechen.“ Die eisenbeschlagene Eichentür wurde aufgestoßen und knallte an die Wand. Herein stürmte ein Ritter in einer verbeulten und staubigen Rüstung. Balduin warf ärgerlich sein Besteck auf den Teller, dass es schepperte und Marie schrie spitz auf.

Graf Goldlock, ich muss Euch unter vier Augen sprechen“, polterte er los, ohne auf die üblichen Höflichkeitsfloskeln zu achten.

Graf Goldlock ist nicht zugegen, wie Du siehst, entfernt dich.“

Die Sache duldet keinen Aufschub, Euer Gnaden.“

Jetzt nicht. Wir sind bei Tisch, warte, bis wir unser Mahl beendet haben“, damit wedelte Balduin mit der Hand, als wenn er eine lästige Fliege verscheuchen wollte. Während der Graf abwesend war, erwartete er, dass sein Sohn ihn vertrat, zur Vorbereitung auf die künftigen Aufgaben. „Diener, bring Ritter Kuno in den Blauen Salon. Er soll dort warten.“ Balduin schob sich eine Gabel voll Kohl in den Mund, beachtete Kuno nicht weiter und genoss seine Position. Marie schwieg und starrte auf ihren Teller. In ihrem Kopf flogen die Gedanken hin und her. Sie hatte Kuno schon oft auf der Burg gesehen, jedoch nie in solch einem desolaten Zustand. Gewöhnlich blinkte seine Rüstung und spiegelte den Besitz eines beträchtlichen Vermögens wider. Marie fragte sich, wie hoch das Einkommen eines Ritters eigentlich war. „Was mochte Kuno von Balduin gewollt haben?“, überlegte sie.

Der Graf stand auf und sofort war ein Diener zur Stelle, um den Stuhl zurückzuziehen. Mit eiligen Schritten verließ Balduin den Speisesaal, ohne ein weiteres Wort an Marie. Diese wartete, bis die Schritte ihres Mannes auf dem Flur verhallt waren und erhob sich ebenfalls.

Neben dem Audienzzimmer gab es eine Nische, die von einem schweren Wandteppich verdeckt wurde. Marie sah sich noch einmal um und schlüpfte hinein. In der Nische gab es eine kleine Klappe. Die junge Gräfin schob den Riegel beiseite, wie es vor ihr sicher schon viele Spione getan hatten, und begann zu lauschen.

Den Rest der Geschichte kann in „Aufgeblüht“ weitergelesen werden.

Text: Monika Paulsen

Foto: Freunscht-Media

Adventsgestöber


Heute möchte ich einen Zwischenbericht geben.

Der Verlag Freunscht Media wird unsere Adventsgeschichten verlegen. Es handelt sich noch um ein junges Unternehmen.

Der Titel der Anthologie lautet. Adventsgestöber.

Der voraussichtlicher Erscheinungstermin soll der Oktober sein. Da kann man sich ab dem 1. Advent genüsslich auf Weihnachten einstimmen lassen.

Hier ein kurze Leseprobe meiner Geschichte.

Gibt es den Weihnachtsmann?

Vater und Tochter schlenderten durch den Park und kickten das Laub in die Höhe. Jauchzend lief Bärbel hinterher und versuchte die Blätter zu fangen. Plötzlich fragte sie: „Vati?“
„Ja, Bärbelchen.“
„Sag, gibt es den Weihnachtsmann in wirklich und echt?“ Erwartungsvoll schaute Bärbel zu ihrem Vater hinauf.
„Nun, gesehen habe ich ihn selbst noch nicht“, kam es zögernd, „aber die Glöckchen vom Rentierschlitten habe ich einmal gehört und, genau wie du, einen Teller mit Kekse und ein Glas Milch auf die Fensterbank gestellt.“
Bärbels Kopf ruckte herum, die blonden Zöpfe klatschten um ihre Ohren und sie bekam Augen, so groß wie Tennisbälle.
„Am anderen Morgen war alles weg. Nun frage ich dich, wer sonst, als der Weihnachtsmann sollte das genommen haben?“, mit ernster Miene, jeder in seine Gedanken vertieft, setzten sie den Weg fort.
„Aber wenn ihn noch niemand gesehen hat, wie kannst du so sicher sein, dass es ihn gibt?“, setzte Bärbel nach.
„Ja, weißt du, ich habe ihn noch nicht gesehen, aber das bedeutet nicht, dass andere ihm nicht doch schon einmal begegnet sind.“
„Hm“, machte Bärbel und verfiel in Grübelei.
Die Sonne ging hinter dem Wäldchen unter und es wurde kühl. Schweigend kehrten sie heim.

In wenigen Tagen war der sechste Dezember und Bärbel saß bei ihrer Freundin Jessica im Zimmer und stritt mit Peter.
„Also, ich glaube nicht an den Weihnachtsmann. Du doch auch nicht Jessi, oder?“, erwartungsvoll wandte Peter sich an seine Schwester.
„Nein, Peter, den Weihnachtsmann, den gibt es nicht.“
„Aber wenn es den Weihnachtsmann nicht gibt, woher kommen denn dann die Geschenke?“, gab Bärbel zu bedenken.
Konnte es denn so was geben?, dachte Peter, war Bärbel denn so ein Baby, das sie noch an den Weihnachtsmann glaubte? Laut sagte er: „hat man so was schon gehört? Was bist du denn für ein Baby,…“
„Bärbel ist ein Baby“, trällerte Jessica.
„…dass du noch an den Weihnachtsmann glaubst? Wo doch jeder weiß, alle Geschenke kommen von den Eltern und anderen Verwandten.“
„Ja, genau, habe ich selber gesehen“, plapperte Jessica.
„Also, Bärbelchen“, Peter betonte das ‚chen’ ganz deutlich, und tat sehr erwachsen, dabei war er selbst noch ein Kind. „Also Bärbelchen, dann klär ich dich jetzt mal auf… (wie es weiter geht, steht im Adventsgestöber).

Sobald ich nähre Daten weiß, werde ich sie bekannt geben.

Text: Monika Paulsen

Der Klügere kippt nach


Der Klügere kippt nach

Heute möchte ich meine dritte Veröffentlichung in der Anthologie “Der Klügere kippt nach” vorstellen.

Das Buch ist im Memoiren – Verlag Bauschke erschienen und unter der

ISBN – Nummer: 978-3-902757-21-0

für 13,50€ beim Verlag erhältlich.

Memoiren – Verlag Bauschke

E-Mail: memoiren-verlag@aon.at

1,25€ davon bekommt die Kinderkrebshilfe.

Fünfzehn Autoren erzählen siebzehn Kurzgeschichten.

Text: Monika Paulsen Foto: Memoiren – Verlag

Heide von der Heide


  • Marlenes Kind

Der neuste Heide von der Heide Krimi ist im Handel erhältlich. Gestern war ich bei der Lesung mit Joana Brouwer „Marlenes Kind“.

Es war ein schöner Abend. Draußen segelten dicke Schneeflocken am Fenster vorbei und drinnen kräuselte uns die Mordgeschichte die Nackenhaare. Wieder ein spannender Krimi und ein Muss für alle Heide von der Heide Fans.

Text: Monika Paulsen

Tollkirschen


Gestern habe ich die „Tollkirschen“ abgeholt. Ich war angenehm überrascht. Das schmale Bändchen mit über hundert Seiten passt bequem in jede Tasche. Der ideale Begleiter für lange Bahnfahrten.

Die Mitglieder der Schreibwerkstatt Nordhorn haben Verse in verschiedenen Formen und kleine Geschichten zusammen getragen.

Das Buch ist in einigen Buchhandlungen in der Grafschaft Bentheim für einen Preis von 9,80 Euro erhältlich. Interessenten können sich auch mit mir in Verbindung setzten. Ich gebe es an den Vorstand weiter.

Text und Foto: Monika Paulsen

Tollkirschen


Es ist so weit. Heute werden die “Tollkirschen” ausgeliefert.

Sonntag kann ich die Bücher abholen und dann gibt es mehr Infos.

Text: Monika Paulsen

Literaturwegen


Seit Vorgestern gibt es ein Radwanderbuch auf dem Mark, das seines gleichen sucht.  Urlauber und auch Einheimische, die gerne mit dem Fahrrad die Landschaft erkunden, können mit dem der mitgelieferten Radwanderkarte, die Strecke abfahren.

Schaufenster: Hannes Laden in Emlichheim

Jetzt fragt sich sicher der eine oder andere, wo er denn diese Radtour machen kann. Es geht in die schöne Grafschaft Bentheim, genauer gesagt in die Samtgemeinde Emlichheim, in Niedersachsen. In dem Buch werden fünfzehn Denkmäler und besondere Orte beschrieben. Zu jedem gibt es eine Kurzgeschichte, die für Kurzweil sorgt. Fast alle Autoren stammen aus der Grafschaft und sind mir ihrem Objekt vertraut.

Das Buch ist beim VVV (Vier von der Vechte) erhältlich. Genauere Informationen sind hier erhältlich

http://www.emlichheim.de/magazin/artikel.php?artikel=219&type=2&menuid=455&topmenu=4

und in Hannes Laden in Emlichheim-

Am 2. Advent ist um 16:30 Uhr in Emlichheim im „Haus Ringerbrügge“ eine Lesung geplant.

Das Autorenteam mit den Projektleitern Jörg Ehrnsberger und Dr. Thorsten Stegemann

Hier eine Leseprobe meiner Geschichte:

Bis dass der Tod euch scheidet

Sie rührte im Eintopf und schob ihr Häubchen zurecht, als die Tür gegen die Wand krachte und der Bauer in seinen mit Dreck beschmierten Trippen in die Kochstube klapperte.

„Ist Etten kloar? Ik mött noch Plaggen steaken.“

Wortlos stellte sie den Eisentopf auf die Tafel, füllte seine Essschale, um sich dann in die Ecke neben der Dielentür zurück zu ziehen. Auf dieser Seite der Küche befanden sich Schemel und davor ein Fass, das ihr als Tisch diente. Von hier aus erreichte sie die Kochstelle in zwei Schritten und bewachte das Feuer, während sie seine Sachen flickte.

Der Hausherr setzte zum Tischgebet an, als jemand energisch an die Küchentür hämmerte. Die Tür flog auf, bevor er `herein´ sagen konnte. Ein Städter in einem weinroten Samtanzug mit langer goldfarbener Weste und Kniebundhose trat in die Küche. Er stützte sich schwer auf den Elfenbeinknauf seines Handstocks und fixierte unverzüglich den Landmann.

„Jan Hindrik, wie ich erfahren musste, hältst du dich nicht an meine Anweisungen“, dröhnte seine Stimme durch den Raum und der Bauer zog unwillkürlich den Kopf ein und ließ seinen Löffel fallen.

Ob das mit dem Rundschreiben vom Tag zuvor zu tun hatte? Sie hatte es zwar gesehen, wusste aber nicht, was drin stand. Neben ihr befand sich der Feuerholzkorb und obenauf lag ein zusammengeknülltes Papierblatt. Vorsichtig angelte sie es sich heraus. Sie strich es glatt, bemüht, so leise wie möglich zu sein und las:`…gegen die Wanderdünen in der Berger Wüste wird aufgeforstet. Jedem Bauern wird untersagt, sein Vieh auf der Heide weiden zu lassen und auch das Plaggen stechen ist strengstens verboten …`Hier endete der Zettel. In seiner Wut hatte er offensichtlich das Blatt zerrissen, statt es zum Nachbarn zu tragen.

„Du lässt weiter deine Tiere auf der verbotenen Fläche grasen.“

„Well bin Ih, wat mähn Ih uh wall?“ Jan Hindrik ging ohne Umschweife zum Angriff über.

„Du erkennst mich nicht? Das wundert mich allerdings. Ich bin Lambert Lefers, Landrat zu Hannover“, sagte der Mann, während er mit der freien Hand an seinem Jabot spielte.

Lambert, das ist mein Lambert, schoss es dem Weib in den Kopf. Ich hätte ihn fast nicht erkannt, so elegant ist er. Sie sah verschämt zu Boden.

„Wu kummst du dorupp? Mine Schoape stoat unnen an de andere Siete van de Lee.“

Bei den Worten sah sie auf und bemerkte, wie der Amtmann die Antwort überging.

„Ich gebe dir einen Tag Zeit, meinen Anordnungen Folge zu leisten, dann kehre ich mit dem Büttel zurück und lasse dich festnehmen.“

Sie spürte, wie die Blicke des Beamten sie streiften. Ihr Gesicht brannte, das konnte nur bedeuten, dass sie errötete. Hoffentlich bemerkt es niemand, betete sie inständig.

In ihren Ohren klangen Lamberts Worte nach, die er ihr vor zwanzig Jahren beim Heideblütenfest zuraunte.

„Adele, sag doch endlich ja.“

„Ich weiß nicht was du meinst, wozu soll ich ja sagen?“

Sie fühlte, wie er seine Hände um ihre Taille legte und sie im Rhythmus der Lautenklänge herum schwang. Ihre Röcke raschelten und wirbelten. Die übrigen Festbesucher umringten sie.

„Ach, Adelchen, ich liebe dich. Ich will nicht mehr ohne dich sein. Werd´ meine Frau.“

„Frag zuerst Vater, so wie es sich gehört.“ Sie löste sich aus seiner Umarmung und flüchtete…

Wie es weiter geht kann man im Buch nachlesen.

Text: Monika Paulsen  Foto: Sabine Jacob und Westdörp/www.gn-fotoservice.de

Alles Gute zum Geburtstag


Heute, am 02. November hat mein kleiner Rabauke seinen zweiten Geburtstag.

Gleich kommen meine Gäste mit ihren Frauchen und mein Frauchen hat uns Kuchen gebacken. Ich durfte die Krümel schon haben, lecker.

Hier ist das Rezept:

Geburtstagskuchen für die ganze Familie

150g Butter

4 Eier – Eiweiß und Eigelb getrennt

150g Weizenvollkornmehl

100g Hirseflocken ( feine Haferflocken gehen auch)

300g Möhren

1 P. Weinsteinbackpulver

Zusätzlich für die Menschen:

100g Zucker oder Honig

Butter schaumig rühren. Nach und nach Eigelb zufügen. Mehl, Backpulver und Hirseflocken unterrühren. Eiweiß schaumig rühren und unterheben. Geraspelte Möhren zufügen. Eine kleine Portion des Teiges abnehmen und in eine Kinderbackform geben.

Unter den restlichen Teig Honig oder Zucker heben, ebenfalls in eine Backform geben und alles bei 175 Grad etwa 40 Minuten backen.

Achtung:

Der kleine Kuchen wird schneller fertig. Meist nach 20 Minuten. Mit dem Holzstäbchen testen.

Und hier hat Frauchen das Rezept her:

http://www.amazon.de/Hundekekse-selbst-gemacht-Rezeptideen-Nachbacken/dp/3933228972

Text und Foto:Monika Paulsen

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